Wlan Technik im Detail
Die gesamte Technik hinter einem Netzwerk basiert auf sogenannten Protokollen – dabei stellt das IP (Internet Protocol) das sogenannte “Basis” oder auch “Stammprotokoll” da, gefolgt von den Transportprotokollen TCP oder UDP. Die Unterschiede zwischen TCP und UDP liegen in den Kontrollsummen – so prüft das TCP Protokoll für jedes gesendete Paket, ob der Versand erfolgreich war. Dazu berechnet es eine eindeutige Checksumme (“Prüfsumme”) des Pakets, welche sowohl Sender als auch Emfpänger bekannt sein muss. Der Sender sendet das Paket ab und legt die Checksumme bei – der Empfänger öffnet das Paket, erstellt erneut eine Prüfsumme und wenn diese nicht ident ist mit jener, die er vom Sender erhalten hat, wird ein erneuter Versand gefordert. Der Vorteil ist, dass die gesandten Daten fehlerfrei sind – so kann ein “defektes” Paket die Zerstörung eines Dokuments oder einer Email bedeuten. Der Nachteil ist jedoch, dass man im Vergleich zu UDP wesentlich niedrigere Übertragungsraten erhält. Wann nutzt man also UDP?
UDP wird dann genutzt, wenn es schlichtweg nicht schlimm ist, wenn Pakete verloren gehen. Bei Live-Streams wie Voice-over-IP Telefonieren , Fernsehen im Internet etc. fällt das dem Endnutzer in der Regel nicht negativ auf – im Gegenzug hat er jedoch eine nahezu “live” übertragung, also mit relativ kurzer Verzögerungszeit. Welches Protokoll Sie benutzen wollen, können Sie nicht entscheiden. Dies entscheidet die Anwendung (zb Ihr Browser (Welcher übrigens sicher TCP nutzt)) automatisch, hier können Sie keine Fehler machen. In der Regel nutzen die meisten Programme übrigens TCP, der Grund hierfür ist verständlich.
Um zu verstehen, wann welches Protokoll eingesetzt wird, zeige ich Ihnen nun das sogenannte “OSI-Modell”. Erst durch dieses OSI Modell (“Open Systems Interconnection Reference Model”) “funktioniert” die Datenübertragung in einem Netzwerk – dabei ist es egal, ob es sich um ein Lokales Netzwerk (zb Wlan) handelt oder um das Internet.
Das OSI Modell ist unterteilt in 7 Schichten, wobei die untersten vier die Transportschichten und die höheren Schichten die Anwendungsschichten darstellen.
Sehen wir uns die Schichten etwas genauer an – dabei ist die Ordnung umgekehrt : Schicht I. ist im Netzwerk die unterste, wenn auch die “erste”.
Schicht 1: Die Bitübertragungsschicht stellt die mechanische Verbindung her – dies kann entweder ein elektrisches Signal sein (Strom fließt / Strom fließt nicht), Schall oder Magnetische Netze (WLAN) sein. Auf Schicht 1 basieren desweiteren Modems,Hubs sowie Repeater!
Schicht 2: Die Verbindungsebene regelt den Zugriff auf das Übertragungsmedium und ist für den reibungslosen Verlauf der Transporte zuständig. Hier werden die Prüfsummen zu den Paketen geschrieben, die des weiteren in “Frames” verpackt werden. Auf dieser Ebene kommt übrigens die MAC Adresse hinzu!
Schicht 3: Die Netzwerkschicht ist für das Routing zuständig – es wird für jedes einzelne Paket die ideale Route durch das Netzwerk (Lokal oder Internet) gesucht und eine Routingtabelle angelegt. Auf Schicht 3 funktionieren übrigens auch Router (Bitte nicht mit den “gebräuchlichen” Wlan Access Points verwechseln!!)
Schicht 4: Schicht 4 ist die sogenannte Transportschicht. Sie stellt die Verbindung der Endpunkte her und setzt die oben erklärten Protokolle TCP oder UDP auf!
Schichten 5-7 stellen die sogenannten Anwendungsschichten da. In diesen Schichten wird das halten der Verbindung geregelt, das Synchronisieren der Endpunkte – desweiteren werden die Anwendungsprotokolle wie HTTP, POP etc. aufgesetzt.
Nun sollten Sie einen groben Einblick in die Techniken von Netzwerken haben, die man als normaler Enduser nie zu gesicht bekommt. Für die Fehlersuche ist es aber durchaus empfehlenswert, diese Hintergrundinformationen zu kennen. Aber hoffen wir, dass Sie niemals Probleme mit Ihrem Netzwerk bekommen!

