WLAN Reichweite erhöhen

Immer wieder wird in Foren die Frage gestellt: Wie kann ich meine Wlan Reichweite erhöhen?
Um dies zu beantworten, müssen Sie wissen, welche Einflüsse es auf die Reichweite gibt.

Faktoren der Reichweite eines Wlan

1) Die Antenne
Wie bei jeder drahtlosen Übertragung ist auch bei Wireless Lans der Sender, genauer gesagt die Antenne, die Basis einer guten Übertragung und damit einer höheren Reichweite. Wollen Sie also die Reichweite des Wireless Lans erhöhen, sollten Sie zuerst bei der Antenne ansezten. Bei einigen (meist fortgeschrittenen, teureren) Routern können Sie die Antenne(n) wechseln. Die Stärke wird meist in Dbi angegeben – lassen Sie sich am besten im Fachhandel beraten, der Verkäufer wird Ihnen sicherlich eine passende Auskunft liefern.

2) Störfälle

Die Reichweitenangaben der Hersteller sind meist recht großzügig gesetzt – die Angaben stimmen durchaus, jedoch sind diese Werte meist nur im Freien und mit einem guten Wlan Empfänger zu erreichen. In der Praxis werden Sie ein Wlan jedoch meist Zuhause betreiben, wo das Wlan Signal durch Wände , durch elektrische Geräte oder simpel durch fremde Wlans gestört wird. Im Prinzip stört jedes elektrische Gerät, dass Strahlung sendet, Ihr Wlan. Das hängt damit zusammen, dass 802.11 Netzwerke auf der 2.4 ghZ Frequenz senden: Dies hat den Vorteil, dass das Netzwerk nicht angemeldet werden muss, dafür gibt es jedoch keine Garantie dass die Frequenz ungestört bleibt. So ist eine aktive Mikrowelle eine der größten Gefahrenquellen: Eine Mikrowelle sendet mit bis zu 600.000 mW ,  WLan nutzt dagegen meist 25 mW.
Dies gilt natürlich nur, wenn die Mikrowelle gerade benutzt wird.  Ein weiterer Störfaktor sind kabellose Tastaturen & Mäuse. Sollte man meinen, dass Hersteller die Wlan Frequenzen beachten, täuscht man sich. Immer wieder finden sich im Internet Fälle von  Mausbesitzern, die plötzlich kein / sehr schlechtes Wlan Signal haben. Die Wlan Signale stören damit die Maus, sie hüpft am Bildschirm umher (Oder bewegt sich garnicht) und die Maussignale stören das Wlan.
Eine leider unumgängliche Störquelle sind Wände und Rohre in der Wand, hier kann man meist nichts ändern.

Die Wlan Antenne

Wie oben beschrieben, sollte man als erstes die Wlan Antenne genauer unter die Lupe nehmen.
Dabei sind vor allem die Größe (Höhe)  und das Kabel zu beachten (Das Kabel sieht man nur in den seltesten Fällen). Die Faustregel bei der Höhe ist:  Antennenlänge > 0.5x Wellenlänge.  Der Grund dafür ist das Verhältniss von  zugelieferter Energie  in Strahlungsleistung, also wieviel der zugefügten Energie “aktiv” verstrahlt wird.
Bei 2,4 ghZ (Typisches IEE 802.11) Frequenzen bräuchten Sie eine Antenne mit mindestens 6 cm,da die Wellenlänge in diesem Bereich ca. 12 cm beträgt. Dies ist jedoch der absolute Mindestwert!!

Das Antennenkabel kann ebenfalls eine Dämpfung bringen, hier werden meist aus Kompatibilitätsgründen drünne Kabel genommen – dies dämpft das Signal jedoch!

Andere Faktoren der Antenne sind ihr Standort sowie der Sendekegel, also der Bereich, der befunkt wird. Will man die Sendeleistung auf einen kleineren Bereich reduzieren, und sie dafür in diesem Bereich verstärken, können Sie Richtantennen nutzen!

WLAN Repeater

Die bisher genannten Methoden der Reichweiten vergrößerung waren alle ohne technische Hilfsmittel zu bewerkstelligen. Sollten Sie jedoch trotzdem kein / sehr schwaches Signal haben, muss eine Verstärkung des Signals her. Dies wird unter Fachleuten auch als  Wireless Repeater bezeichnet. So ein Repeater empfängt das Signal und sendet es verstärkt wieder aus – um größere Reichweiten zu überbrücken ideal.

Der Nachteil dieser Methode sind jedoch einerseits die damit verbundenen Kosten und die langsamere Datenübertragung, da das Paket vom Host (Ihr PC) erst an den Repeater und anschließend zum primären Access Point geleitet wird.

Da spezielle Wireless Repeater meist sehr teuer sind, könnten Sie das Gebiet Wireless Distribution System (kurz: WDS) interessieren. Mittels WDS ist es möglich, mehrere Access Points direkt zu verbinden, um somit eine größere Flächenabdeckung zu erhalten.  In der Praxis nutzen die Access Points idealerweise utnerschiedliche Protokolle , zum Beispiel 802.11g sowie 802.11n oder 802.11a. Die AP (Access Point) müssen gegenseitig die MAC Adressen kennen und sollten über die selbe SSID (Netzwerkname) , Verschlüsselung (WPA/WPA2/WEP) sowie den selben Kanal verfügen, um eine bestmögliche Leistung zu erzielen. Bitte beachten Sie, dass sich die Bandbreite bei WDS pro zusätzlichem AP halbiert!

Leave a Comment

Wenn du Hilfe benötigst oder ein spezifisches Problem hast, nutze bitte das
Support Forum! - Es ist keine Registrierung nötig.